Archiv der Kategorie: 06 // KRITISCHE WORTE

KRITISCHE WORTE // Näd Mika – FCK BP

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Näd  Mika – FCK BP

Lyrics:

Fck BP
your ignorance is killing me

Black oily water
ready to drink
Black oily water
is in your lungs
brushing your teeth
Black oily water
swallow it deep

Black oily water
deep in the sea
causes desease
is on your tongue
swallow it deep
Black oily water
Poison for free

Website: www.nadmika.com
Myspace: www.myspace.com/nadmika

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DEMO // Pro Hirn statt Pro NRW – Solingen 1. Mai 2010

DEMO

PRO HIRN statt PRO NRW

Am 1. Mai 2010 plant Pro NRW ihre Abschlussveranstaltung zur Landtagswahl in den Solinger Clemens-Galerien. GLEICH ruft zum Protest und zur Demonstration gegen die Veranstaltung der rechtsextremistischen Gruppierung auf.

Aktiv werden und auf der Demo Flagge zeigen mit der PRO HIRN STATT PRO NRW Armbinde. Jetzt hier downloaden, ausdrucken und ausschneiden.

Alle weiteren Infos zur Demo unter: www.solingen-ist-bunt.de und auf Facebook.

KINO // Int. Frauenfilmfestival 14.-18.04.2010

Internationales Frauenfilmfestival 2010

An der Ausnahmestellung dieses alljährlichen Festivals in der Filmbranche ändert auch der erste nach 81 Jahren, an eine weibliche Regisseurin verliehene Oscar, nichts. Das Frauenfilmfestival beweist an fünf Tagen in Köln und Dortmund, dass dies nur der überfällige Anfang sein kann.

Neben vielen deutschen Erstaufführungen, Dokumentationen, Kurzfilmen, Animationsfilmen und Workshops gibt es in diesem Jahr den umfassenden, filmischen Länderschwerpunkt BALKAN. Begleitet von einer Podiumsdiskussion wird in diesem Rahmen dem in den Balkanländern höchst brisanten Thema „Queer & Transgender“ ein Forum gegeben. Anhand der dramatischen Ereignisse und des Abbruchs des „Queer Sarajevo Festivals 2008“ (Doku-Material) werden einige Protagonistinnen die Diskussion anstossen, wie die Queerszene Europas aufgestellt ist.

Das gesamte Programm und Informationen gibt es online auf www.frauenfilmfestival.eu
[Direkt zum Timetable]

Eintrittspreise
Einzelvorstellung*: 6€ / erm. 5€
Sechserkarte: 30€ / erm. 25€
Dauerkarte: 60€ / 50 €
(* außer Sonderveranstaltungen)

Sonderveranstaltungen
Kurzfilmnacht & Comic-Performance: 10€ / erm. 8€
Werkstattgespräch Bildgestaltung: 15€ / erm. 10€
Panel-Diskussionen: kostenlos

Kölsche Nazis

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Text: Ario Ebrahimpour Mirzaie ◊ www.ordnungspolitiker.de
Foto unten: Andrea Erismann

prohirnstattprokoelnPro Hirn statt Pro Köln

Seit 2005 sitzt eine rechtsextreme Partei im Kölner Stadtrat – Pro Köln. Als Bürgerbewegung getarnt, machen sie regelmäßig Stimmung gegen all jene Minderheiten, die Köln zu dem machen was es ist. Eine der buntesten Metropolen Deutschlands. Tausende gingen zuletzt auf die Straße, um gegen die zweite von Pro Köln initiierte „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ zu demonstrieren. Das erste Treffen europäischer Rechtsextremisten war im Zuge zahlreicher Blockaden im September 2008 gescheitert. GLEICH war aktiv und berichtete in #003 im Oktober 2008, zum Artikel.

Wer Markus Beisicht – Rechtsanwalt, Jahrgang 1963, verheiratet, zwei Kinder – in der Kölner Innenstadt über den Weg läuft, ahnt nicht Böses. Wer würde schon vermuten, dass sich hinter dem Mann mit dem schwarzen Hemd, der schicken Brille und dem passenden Sakko der Wortführer einer rechtsextremen Partei verbirgt? Die Zeiten, in denen man Nazis nur an Glatze und Springerstiefeln erkennen konnte sind vorbei. Die neuen Rechtsextremisten treten bürgerlicher und subtiler auf. Dieses Spiel beherrscht auch die „Bürgerbewegung Pro Köln“. Nicht umsonst trägt man nicht mehr den früheren Namen „Deutsche Liga für Volk und Heimat“.Auf die Hilfe der „klassischen“ Rechtsextremen will man trotzdem nicht verzichten. Kontakte zur NPD sowie zur Freien Kameradschaftsszene werden pfleglich behandelt.

prohirnstattprokoeln2Die politischen Ziele von Pro Köln sind schnell skizziert. Sie greifen auf populistische Art und Weise Vorurteile auf, um die Menschen bis tief in die bürgerliche Mitte der Gesellschaft für ihre Ideen zu gewinnen. Da wäre die Angst vor Überfremdung und steigender Kriminalität sowie der kölsche Klüngel. Das gebetsmühlen-artige Wiederholen des „wir“ gegen „die da oben“ gehört zum festen Repertouire rechtspopulis-tischer Gruppen wie Pro Köln. Die steigende Politikverdrossenheit dient ihnen dabei als gute Ausgangsbasis. Umso weniger Menschen wählen gehen, desto erfolgreicher ist Pro Köln. In einem Programmentwurf steht: „Nicht länger unterstützt werden sollen verfassungsfeindliche Extremisten, Schwulen- und Lesbengruppen sowie obskure Multi-Kulti-Projekte von Alt-68-ern.” Die Feinde sind klar benannt: Linke, Migranten, Lesben und Schwule. Und der Islam? In ihren Augen eine feindliche Gesinnung. Schon seit längerem versucht Pro Köln die Proteste gegen den Moscheebau in Köln-Ehrenfeld für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Teilweise sogar recht erfolgreich. So wurde die Teilnahme von Rechtsextremen an Diskussionen und Demonstrationen teilweise geduldet. Hier sind nicht nur die Anwohner sondern auch die etablierten Parteien gefragt. Deren Informationspolitik bezüglich der Moschee war keine politische Glanzleistung. Pro Köln wird auch in Zukunft versuchen, durch platte Parolen den sozialen Frieden in Köln zu stören.

Am 30. August sind Kommunalwahlen. Auch Pro Köln ist wieder mit von der Partie. Trotz miserabler Bilanz im Kölner Stadtrat. Kein einziger Antrag der Rechtsextremen kam durch. Und die Moschee? Die wird natürlich weiter gebaut. Markus Beisicht – der als Rechtsanwalt Neonazis wie Axel Reitz verteidigt hat – dürfte das wenig interessieren. Er hofft auch im August wieder ins Rathaus einziehen zu dürfen.

Wer mehr wissen möchte dem empfehlen wir das Buch „Rechtspopulismus als Bürgerbewegung“ von Alexander Häusler. Mehr Informationen unter www.vs-verlag.de.

kongress2008-1

Foto: © 2008, by Andrea Erismann

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