Beiträge vom Juli 2009

NÄD MIKA präsentiert

11/07/2009 · Kommentar schreiben

Banner_Myspacenewcomer

Text: Näd Mika ◊  nad@gleich-magazin.de

NADMIKA

Hier geht nicht nur um Newcomer, auch Oldcomer und Longcomer haben ihren Raum. Dies ist meine vollkommen subjektive Auswahl von Künstlern und Bands, die mir bei meinen Trips durchs Netz aufgefallen sind – garantiert nicht von der Plattenindustrie subventioniert. Zähe Stücke statt Einheitsbrei. Viel Spaß!

HARDTON

www.myspace.com/hardtondiscoqueen

Hardton

Herkunft: Venedig, Italien
Genre:
Eurodisco, Disco, Disco, Disco
Vergleich:
Jimmy Summerville, Donna Summer, Chic
Label:
keins
Release:
keine
Anhörtip:„Flawless”, „Time to jack”
Bewertung:
4 von 5

Hardton Discoqueen! Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Hardton ist ganz neu in diesem Biz. Er kommt eigentlich aus einem komplett anderen Musikbereich und fing irgendwann an, das zu machen was ihm wirklich Spaß macht. Und das sind oldschool Chicago Disco und Eurodance.Von Acid bis 70er Clubmusik sind alle Einflüsse perfekt verwoben durch die fast durchgängig durchgesungene Kopfstimme der 150 Kilo schweren Erscheinung. Er erinnert stimmlich sehr an Jimmy Summerville, lässt aber durch seine individuelle Optik keinen Zweifel daran, dass er jemand anderes ist. Wie er mir sagte, kann man seine Tracks auch bald im Web erwerben. Gespräche mit einem Label gehen gerade in die heisse Phase. Mal sind es die penetrierenden Groove Takte, mal beissende Acid Klänge, mal purer Discopop. Er läd mit seinen glatten glamourösen Discobeats zur absoluten 70er Studio 54 Session ein. Also, stülp die goldenen Leggins über, wirf die Discokugel an und leg los.

Foto: © by Hardton

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NEW HEAVEN DIEPPE

www.myspace.com/thenewheavendieppe

nhdHerkunft: Stockholm, Schweden
Genre: Synthie-Pop, 80’s Soundtracks, Italo
Vergleich:
Air, Human League, Italo Musik
Label:
Border Music
Release:
self titled ep
Anhörtip:„Stop”, „Don’t go”
Bewertung:
3 von 5

Analoge Synthies und zarte elektronische Drums vereinen sich zu einem Gewand, das um den drahtigen Blondie Körper perfekt gepasst hätte. Die beiden Schweden der New Heaven Dieppe machen Musik, die tief und schwer verwurzelt in den 80ern manchmal leichtfüssig beschwingt, manchmal wavig abgespact daherkommt, als hätte sie es schon immer gegeben. Die sehr dezent und in nur einigen Tracks eingesetzte Stimme der Sängerin fügt sich perfekt in den angenehm zurückhaltenden Stil ein. Sie selber sagen über sich, die Musik die sie machen, sei die perfekte Umsetzung ihrer Vision von Klängen. Diese Vision in anderer Form führen sie auch in einer Fashionreihe und in Fotografien fort. Ein multiples Kunstprojekt. Es lohnt sich in jedem Fall mal auf ihrem Myspace-Profil und auch ihrer Internetseite vorbeizuschauen!

Foto: © by The Heaven Dieppe

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MIMU

www.myspace.com/mimuunz

mimuHerkunft: Graz/Wien, Österreich
Genre: Experimentelle Elektronik
Vergleich:
Klangkunst
Label:
keins
Release:
keins
Anhörtip:„The tender song”
Bewertung:
3 von 5

Mal Worte, Sätze, mal melodischer Gesang untermalt von filigranen verspielten elektronischen Geräuschen, mal ineinander verpflochtene Stimmen. Dieses Projekt ist  experimentell und orientiert sich laut Selbstbeschreibung an „digitalophilen, subkulturellen Strömung“. Sich selber lässt die Künstlerin gerne so beschreiben: “Schüchternheit und Abgebrühtheit, ein Hang zur Akribie und gleichzeitig die Tendenz, im Chaos zu surfen, Selbstkritik, Einfachheit und Klarheit. Miriam Mone ist ein Tech-Addict, Vegetarierin, erfindet neue Wörter, ist politisch und gesellschaftlich interessiert, mag Medientrash, hat ein viel zu gutes Gedächtnis und gerne eine eigene Meinung.“ Teilweise sind einige Textpassagen auf der Seite vorhanden, in denen es um diverse Verwirrungen und spirituelle Pfade geht.. Das Projekt umfasst ebenfalls Visuals, Texte, Performance und Grafiken der Künstlerin.

Foto: © by Mimu

stripes

Kategorien: 02 // MUSIK

Berlin Fashionweek | Wedding Dress#4

10/07/2009 · 1 Kommentar

stripesText: Fenke Schwan ◊ www.trespluscool.com

Wedding Dress #4

Von der Off Location zum place to be.

Wedding,  Arbeiterviertel und sozialer Brennpunkt in Berlin, war diesen Sommer bereits zum vierten Mal Schauplatz des Modefestivals Wedding Dress. Bei einem umfangreichen Programm, das aus einer Mischung von Mode, Livemusik und Kulinarischem bestand,  konnte an zwei Tagen nach Herzen geshoppt, getanzt oder gechillt werden – alles  quasi auf der Straße.

Die ungewöhnlichBesucher bei WD#4e Initiative, das Viertel mit Mode zu beleben, begann vor zwei Jahren mit der Verlosung eines Ladenlokals für den Zeitraum eines Jahres. Möglich gemacht hat dies die degewo, eine Wohnungsbaugesellschaft, die die Räumlichkeiten an der Brunnenstraße in Wedding damals wie heute zur Verfügung stellt und die in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur granma das ganze Spektakel auf die Beine stellt.
Zu Beginn war Wedding Dress die Aneinanderreihung kleinerer Showrooms während der Fashionweek, mittlerweile hat es sich zu einem festen und außerordentlich beliebten Bestandteil der Berliner Modewoche entwickelt. Dieses Jahr konnten Besucherrekorde verbucht werden, die jeder anderen Veranstaltung während der Fashionweek den Rang ablaufen.

WD#4_Streetstylefashionshow 2Neben mittlerweile nur noch einem großen Showroom gab es entlang der Straße den Fashionbasar: zahlreiche Stände kleinerer Designer und Künstler, sowie ein bunt gemischtes kulinarisches Angebot. Im Showroom fand der Designersale statt, bei dem verschiedene junge Modelabels ihre Musterkollektionen und Teile aus der aktuellen und vergangenen Saisons verkauften, auf dem Fashionbasar fand man handgemachte Einzelstücke. Auf einer Bühne gab es an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Programm an Live – Musik und als Höhepunkt am Sonntag eine Modenschau – und natürlich nicht irgendeine. In Zusammenarbeit mit Daryl Natale, dem Streetstylefotografen von Stil in Berlin, wurde eine Modenschau auf die Beine gestellt, die street credibiler nicht sein konnte: die Models waren direkt von der Straße gepflückt, es waren diejenigen, die Daryl auf seinen Streifzügen durch Berlin entdeckt und fotografiert hat und die sich bereit erklärt haben, in ihren eigenen Outfits über den Laufsteg zu wandeln.

Das Publikum bei Wedding Dress #4 war entsprechend dem Ort sehr gemischt, Bewohner aus dem Viertel trafen auf die Hipsters aus Mitte, Berührungsängste stellte man jedoch keine fest, im Gegenteil. Der direkte Kontakt zu den Kunden und die unkonventionelle Umgebung sind die Gründe, die Wedding Dress auch besonders für die Aussteller so attraktiv macht, da nur wenige über einen eigenen Laden verfügen. Wenn man die durchweg positive Resonanz auf das Modefestival verfolgt, kann es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich die Ladenzeile an der Brunnenstraße auch dauerhaft mit interessanten Boutiquen füllt.

www.weddingdress4.de

stripes

Kategorien: 01 // FASHION

Berlin Fashionweek – Reicher werden, aber sexy bleiben

10/07/2009 · 1 Kommentar

stripesText: Fenke Schwan ◊ www.trespluscool.com, Fotos: Kai Müller ◊ www.stylespion.de, Jennine Tamm Jacob ◊ www.the-coveted/blog.com

Berlin Fashionweek

Reicher werden, aber sexy bleiben

Die meisten Kölner haben ja so etwas wie eine Hassliebe zu Berlin entwickelt. Nicht nur hat die Hauptstadt der Stadt am Rhein unlängst die popkomm abspenstig gemacht, auch die Bread & Butter, die Modemesse in Sachen Streetwear und junger Mode, hat ihre Ursprünge in Köln, bevor es dann nach Berlin und Barcelona ging. Mal abgesehen von den Abwanderungen grosser Firmen, verliessen ebenfalls immer mehr Kreative in den letzten Jahren Köln – günstiger Mieten und größerer Arbeitsräume in Berlin sei Dank. In Köln hört man deshalb auch besonders häufig Bemerkungen wie „in Berlin ist ja schon längst nicht mehr alles so billig wie früher“ oder „in Berlin kann man einfach kein Geld machen“. Soweit so gut. Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, das dort, wo es viele Gleichgesinnte gibt, eben auch eine spezielle Energie herrscht. Und insgeheim wünscht man sich doch so eine Energie auch in Köln.

3681574412_ba8c915bb1_oEin Blick auf die Frontrow bei Patrick Mohr © Kai Müller

Ganz besonders vibriert die Hauptstadt zur Fashion Week, die seit nunmehr zwei Jahren zweimal jährlich in Berlin stattfindet. Anfangs tat man sich sehr schwer, es wurde das Fehlen bekannter Namen aus der Modewelt auf den Schauen bemängelt und das ganze Event erschien wie eine große Werbeveranstaltung irgendwelcher Sponsoren, ein künstlicher Rummel um fragwürdige Prominente, bei dem die Mode links liegen blieb, tat sein übriges.
Seit der letzten Saison haben die Veranstalter aber irgendwie die Kurve gekriegt, der Fokus der Schauen liegt auf deutschen etablierten Designern wie Strenesse und Hugo Boss, gewürzt wird der Auflauf an Labels mit einer guten Prise Berliner Designer wie Kaviar Gauche, Bernadette Penkov oder Mongrels in Common, während mit Vivienne Westwoods Anglomania eins der wenigen internationalen Labels die neueste Kollektion zeigte. Noch immer scheint das Erscheinen irgendwelcher Stars wichtiger als die gezeigten Kleider, aber insgesamt wirkt alles entspannter. So glamourös wie Paris wird Berlin wahrscheinlich eh nie werden, und das ist auch gut so – um es mal mit Wowereits Worten zu sagen. Das Fachpublikum wie Suzy Menkes von der New York Times (die allein schon durch ihr Erscheinen die Berliner Modewoche adelte) aber auch zum Beispiel Wolfgang Joop vermissen in Berlin noch die wirkliche Explosion an Kreativität. Berlin hat eben keinen Gareth Pugh, der in London jedes mal Begeisterungsstürme der internationalen Presse auslöst. In Berlin herrscht das coole, lässige Understatement. Aber warum sollte das nicht so bleiben können?

Für den modischen Gang zum Bäcker © Jennine Tamm Jacob

Die Modenschauen sind ein Aspekt der Modewoche, ausserdem gibt es noch unzählige Showrooms, die das fashionwütige Publikum locken und einen internationalen Schnitt an Designern bieten, sowie verschiedenen Messen wie der Premium, der Messe für nachhaltige Mode thekey.to und nicht zuletzt der eben erwähnten Bread & Butter. Letztere wieder zurück nach Berlin zu holen, nachdem sie einige Jahre nur noch in Barcelona statt fand, ist ein Coup, für den sich der Bürgermeister wohl noch lange auf die Schulter klopfen lässt. So eine Großveranstaltung bringt nämlich vor allem eines nach Berlin: Geld. Seinen Ausspruch „Berlin ist arm, aber sexy“ modifizierte Herr Wowereit nämlich vor kurzem mit der Aussage: „Wir probieren zwar reicher zu werden, aber wollen sexy bleiben. Das ist eine große Herausforderung.“

www.fashion-week-berlin.de

stripes

Kategorien: 01 // FASHION

PRIVATPARTYCHECK // Friesenstraße 54-56

08/07/2009 · Kommentar schreiben

privatpartycheck1

Horrorfilm – Connaisseure wissen sehr genau darüber Bescheid, dass man die Geister der Vergangenheit keineswegs mit dem Einzug einer freundlichen Kleinfamilie aus ihrem alten Domizil vertreiben kann – die Aura ist und bleibt die alte. Wie also hat man sich eine WG-Abrissparty vorzustellen, die in einem ehemaligen Puff situiert ist…? Richtig! Laut, wild, verschwitzt, versoffen und schamlos.

Wer die Nacht von Freitag auf Samstag im ehemaligen Hotel Lotte im Friesenviertel verbracht hat, kam in den Genuss einer Privatparty der Art, wie sie das clubverwöhnte und Ordnungsamt-terrorisierte Köln selten erleben darf: Unter dem Motto » Schluss mit lustig – alles muss raus! « feierten 6 ½ Bewohner auf 5 Etagen in 2 benachbarten Häusern ihren baldigen Auszug. Und kamen dabei auf Besucherzahlen in schwindelerregenden Höhen, die dem amerikanischen Türsteher in Hells-Angel-Optik triftige Gründe für ihr Aufkreuzen liefern durften.

Auch weiterhin wurde die Kreativität der Partygäste gefordert, denn außer dem üblichen promiskuitiven und polytoxikomanen Fetentreiben mit drei brüllend laut beschallten Floors und hübschen Visuals zwischen Balsamicoflaschen und Gewürzmühlen gab es auch einen eigendynamischen Kunsttherapie-Raum in den oberen
Gemächern. Dessen ehemals weiße Wände überraschten nämlich sogar seinen Bewohner nach eigenen Angaben nach einer nur halbstündigen Abwesenheit mit expressionistischen Schmieragen von allerlei Partybesuchern mit Drang zur
Reviermarkierung. Nicht zuletzt wäre noch das Bild für die Götter zu erwähnen, welches sich beim Ausblick in den Innenhof aus jeweils einem der beiden kontaminierten Gebäuden ergab: Wer noch irgendwie geradeaus blicken konnte, hatte nämlich die seltene Gelegenheit, den fröhlich hüpfenden Feierkollegen gegenüber auf allen Stockwerken durch beschlagene Scheiben zuzuwinken. Wenn das mal kein absolutes Horrorszenario für Kölns Spießernachbartum bot…?

GLEICH - Ausgabe 01 (Juni 2008)_RZ.indd

Text & Fotos: © by Irène Kwong für GLEICH

Kategorien: 07 // UNTERWEGS
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En Vogue³: SUBCOUTURE

04/07/2009 · Kommentar schreiben

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GLEICH - Ausgabe 03 (Oktober 2008)_rz.indd

Subcouture ist eine wahre Schatztruhe. Ob Topstylist, Bühnenmensch oder Diskotier: Wer in diesem einzigartigen Sammelsurium von »Up-to-date« bis »Past & Future Fashion« nicht fündig wird, ist wahrscheinlich einfach überfordert – oder zu konservativ. Denn neben kostbaren Raritäten sämtlicher Dekaden und einer unverschämten Vielfalt an 80er Stiefeln, garantieren betörende Fummel von »Muchacha«, »Dept« und »Sirup« dafür, dass der Laden mit vollen Tüten und leeren Geldbeuteln verlassen wird. Wir haben für euch die schrägen Outfits in ein mindestens genauso schräges Szenario eingebunden und vor den Kulissen zweier grandioser Settings in der Tabledance Bar »Stardust« im Belgischen Viertel und »Odonien« Filmstills aus einem ungedrehten Roadmovie erschaffen. Herzlich Willkommen im wilden Westen Kölns!

SUBCOUTURE
HAHNENSTR. 45, BELGISCHES VIERTEL
TELEFON +49 (0)221 3 02 62 75
M O – FR 11–20 UHR + SA 11–19 UHR

KONZEPT, FOTOS & LAYOUT: IRÈNE KWONG
KONZEPT & STYLING : ALEX SPORTELLI
LICHT & WIND: MIKE BECK
MODELS: LEIL A, ANNA UND ASTRID
SET ASSISTENZ : CHRIS (ODONIEN)
LOCATIONS : S TARDUST TABLEDANCE BAR & ODONIEN

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Subcouture3 Subcouture5

Subcouture6

FOTOS: © 2008, by Irène Kwong für GLEICH

Kategorien: 01 // FASHION · EN VOGUE³