Text: Näd Mika ◊ nad@gleich-magazin.de
Hier geht nicht nur um Newcomer, auch Oldcomer und Longcomer haben ihren Raum. Dies ist meine vollkommen subjektive Auswahl von Künstlern und Bands, die mir bei meinen Trips durchs Netz aufgefallen sind – garantiert nicht von der Plattenindustrie subventioniert. Zähe Stücke statt Einheitsbrei. Viel Spaß!
HARDTON
www.myspace.com/hardtondiscoqueen

Herkunft: Venedig, Italien
Genre: Eurodisco, Disco, Disco, Disco
Vergleich: Jimmy Summerville, Donna Summer, Chic
Label: keins
Release: keine
Anhörtip:„Flawless”, „Time to jack”
Bewertung: 4 von 5
Hardton Discoqueen! Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Hardton ist ganz neu in diesem Biz. Er kommt eigentlich aus einem komplett anderen Musikbereich und fing irgendwann an, das zu machen was ihm wirklich Spaß macht. Und das sind oldschool Chicago Disco und Eurodance.Von Acid bis 70er Clubmusik sind alle Einflüsse perfekt verwoben durch die fast durchgängig durchgesungene Kopfstimme der 150 Kilo schweren Erscheinung. Er erinnert stimmlich sehr an Jimmy Summerville, lässt aber durch seine individuelle Optik keinen Zweifel daran, dass er jemand anderes ist. Wie er mir sagte, kann man seine Tracks auch bald im Web erwerben. Gespräche mit einem Label gehen gerade in die heisse Phase. Mal sind es die penetrierenden Groove Takte, mal beissende Acid Klänge, mal purer Discopop. Er läd mit seinen glatten glamourösen Discobeats zur absoluten 70er Studio 54 Session ein. Also, stülp die goldenen Leggins über, wirf die Discokugel an und leg los.
Foto: © by Hardton
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NEW HEAVEN DIEPPE
www.myspace.com/thenewheavendieppe
Herkunft: Stockholm, Schweden
Genre: Synthie-Pop, 80’s Soundtracks, Italo
Vergleich: Air, Human League, Italo Musik
Label: Border Music
Release: self titled ep
Anhörtip:„Stop”, „Don’t go”
Bewertung: 3 von 5
Analoge Synthies und zarte elektronische Drums vereinen sich zu einem Gewand, das um den drahtigen Blondie Körper perfekt gepasst hätte. Die beiden Schweden der New Heaven Dieppe machen Musik, die tief und schwer verwurzelt in den 80ern manchmal leichtfüssig beschwingt, manchmal wavig abgespact daherkommt, als hätte sie es schon immer gegeben. Die sehr dezent und in nur einigen Tracks eingesetzte Stimme der Sängerin fügt sich perfekt in den angenehm zurückhaltenden Stil ein. Sie selber sagen über sich, die Musik die sie machen, sei die perfekte Umsetzung ihrer Vision von Klängen. Diese Vision in anderer Form führen sie auch in einer Fashionreihe und in Fotografien fort. Ein multiples Kunstprojekt. Es lohnt sich in jedem Fall mal auf ihrem Myspace-Profil und auch ihrer Internetseite vorbeizuschauen!
Foto: © by The Heaven Dieppe
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MIMU
Herkunft: Graz/Wien, Österreich
Genre: Experimentelle Elektronik
Vergleich: Klangkunst
Label: keins
Release: keins
Anhörtip:„The tender song”
Bewertung: 3 von 5
Mal Worte, Sätze, mal melodischer Gesang untermalt von filigranen verspielten elektronischen Geräuschen, mal ineinander verpflochtene Stimmen. Dieses Projekt ist experimentell und orientiert sich laut Selbstbeschreibung an „digitalophilen, subkulturellen Strömung“. Sich selber lässt die Künstlerin gerne so beschreiben: “Schüchternheit und Abgebrühtheit, ein Hang zur Akribie und gleichzeitig die Tendenz, im Chaos zu surfen, Selbstkritik, Einfachheit und Klarheit. Miriam Mone ist ein Tech-Addict, Vegetarierin, erfindet neue Wörter, ist politisch und gesellschaftlich interessiert, mag Medientrash, hat ein viel zu gutes Gedächtnis und gerne eine eigene Meinung.“ Teilweise sind einige Textpassagen auf der Seite vorhanden, in denen es um diverse Verwirrungen und spirituelle Pfade geht.. Das Projekt umfasst ebenfalls Visuals, Texte, Performance und Grafiken der Künstlerin.
Foto: © by Mimu
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e Initiative, das Viertel mit Mode zu beleben, begann vor zwei Jahren mit der Verlosung eines Ladenlokals für den Zeitraum eines Jahres. Möglich gemacht hat dies die degewo, eine Wohnungsbaugesellschaft, die die Räumlichkeiten an der Brunnenstraße in Wedding damals wie heute zur Verfügung stellt und die in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur granma das ganze Spektakel auf die Beine stellt.
Neben mittlerweile nur noch einem großen Showroom gab es entlang der Straße den Fashionbasar: zahlreiche Stände kleinerer Designer und Künstler, sowie ein bunt gemischtes kulinarisches Angebot. Im Showroom fand der Designersale statt, bei dem verschiedene junge Modelabels ihre Musterkollektionen und Teile aus der aktuellen und vergangenen Saisons verkauften, auf dem Fashionbasar fand man handgemachte Einzelstücke. Auf einer Bühne gab es an zwei Tagen ein abwechslungsreiches Programm an Live – Musik und als Höhepunkt am Sonntag eine Modenschau – und natürlich nicht irgendeine. In Zusammenarbeit mit Daryl Natale, dem Streetstylefotografen von
Ein Blick auf die Frontrow bei Patrick Mohr © Kai Müller
Für den modischen Gang zum Bäcker © Jennine Tamm Jacob









