Beiträge vom Juni 2009

Kölsche Nazis

17/06/2009 · 1 Kommentar

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Text: Ario Ebrahimpour Mirzaie ◊ www.ordnungspolitiker.de
Foto unten: Andrea Erismann

prohirnstattprokoelnPro Hirn statt Pro Köln

Seit 2005 sitzt eine rechtsextreme Partei im Kölner Stadtrat – Pro Köln. Als Bürgerbewegung getarnt, machen sie regelmäßig Stimmung gegen all jene Minderheiten, die Köln zu dem machen was es ist. Eine der buntesten Metropolen Deutschlands. Tausende gingen zuletzt auf die Straße, um gegen die zweite von Pro Köln initiierte „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ zu demonstrieren. Das erste Treffen europäischer Rechtsextremisten war im Zuge zahlreicher Blockaden im September 2008 gescheitert. GLEICH war aktiv und berichtete in #003 im Oktober 2008, zum Artikel.

Wer Markus Beisicht – Rechtsanwalt, Jahrgang 1963, verheiratet, zwei Kinder – in der Kölner Innenstadt über den Weg läuft, ahnt nicht Böses. Wer würde schon vermuten, dass sich hinter dem Mann mit dem schwarzen Hemd, der schicken Brille und dem passenden Sakko der Wortführer einer rechtsextremen Partei verbirgt? Die Zeiten, in denen man Nazis nur an Glatze und Springerstiefeln erkennen konnte sind vorbei. Die neuen Rechtsextremisten treten bürgerlicher und subtiler auf. Dieses Spiel beherrscht auch die „Bürgerbewegung Pro Köln“. Nicht umsonst trägt man nicht mehr den früheren Namen „Deutsche Liga für Volk und Heimat“.Auf die Hilfe der „klassischen“ Rechtsextremen will man trotzdem nicht verzichten. Kontakte zur NPD sowie zur Freien Kameradschaftsszene werden pfleglich behandelt.

prohirnstattprokoeln2Die politischen Ziele von Pro Köln sind schnell skizziert. Sie greifen auf populistische Art und Weise Vorurteile auf, um die Menschen bis tief in die bürgerliche Mitte der Gesellschaft für ihre Ideen zu gewinnen. Da wäre die Angst vor Überfremdung und steigender Kriminalität sowie der kölsche Klüngel. Das gebetsmühlen-artige Wiederholen des „wir“ gegen „die da oben“ gehört zum festen Repertouire rechtspopulis-tischer Gruppen wie Pro Köln. Die steigende Politikverdrossenheit dient ihnen dabei als gute Ausgangsbasis. Umso weniger Menschen wählen gehen, desto erfolgreicher ist Pro Köln. In einem Programmentwurf steht: „Nicht länger unterstützt werden sollen verfassungsfeindliche Extremisten, Schwulen- und Lesbengruppen sowie obskure Multi-Kulti-Projekte von Alt-68-ern.” Die Feinde sind klar benannt: Linke, Migranten, Lesben und Schwule. Und der Islam? In ihren Augen eine feindliche Gesinnung. Schon seit längerem versucht Pro Köln die Proteste gegen den Moscheebau in Köln-Ehrenfeld für ihre Zwecke zu mißbrauchen. Teilweise sogar recht erfolgreich. So wurde die Teilnahme von Rechtsextremen an Diskussionen und Demonstrationen teilweise geduldet. Hier sind nicht nur die Anwohner sondern auch die etablierten Parteien gefragt. Deren Informationspolitik bezüglich der Moschee war keine politische Glanzleistung. Pro Köln wird auch in Zukunft versuchen, durch platte Parolen den sozialen Frieden in Köln zu stören.

Am 30. August sind Kommunalwahlen. Auch Pro Köln ist wieder mit von der Partie. Trotz miserabler Bilanz im Kölner Stadtrat. Kein einziger Antrag der Rechtsextremen kam durch. Und die Moschee? Die wird natürlich weiter gebaut. Markus Beisicht – der als Rechtsanwalt Neonazis wie Axel Reitz verteidigt hat – dürfte das wenig interessieren. Er hofft auch im August wieder ins Rathaus einziehen zu dürfen.

Wer mehr wissen möchte dem empfehlen wir das Buch „Rechtspopulismus als Bürgerbewegung“ von Alexander Häusler. Mehr Informationen unter www.vs-verlag.de.

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Foto: © 2008, by Andrea Erismann

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Kategorien: 06 // KRITISCHE WORTE

Modescope: Ludvik

16/06/2009 · 1 Kommentar

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Text: Kathlyn Marie ◊ kathlynmarie.blogspot.com // Esther Silex ◊ like-love.de
Fotos: Oliver R. Meyer, Model: Viktoria

Ludvik

Fenja Ludwig, die Frau hinter dem 2003 gegründeten Kölner Label „Ludvík“  hat ihre Vision, traditionelle Pariser Haute Couture mit zeitgenössischer Popkultur in einem Label verschmelzen zulassen, realisiert. Am 9. Mai zelebrierte Fenja einen Höhepunkt ihrer Karriere mit dem Erweiterung ihres Modesalons auf der Palmstrasse. Die Zeit, uns ein paar Fragen beantworten zukönnen, bleibt ihr zum Glück zwischen dem ganzen Tohuwabohu noch.

Wann hast du dein Interesse an Kreativität und in erster Linie, Modedesign entdeckt und welche waren die wichtigsten Schritte in deiner Laufbahn?
Schon als ganz kleines Kind hatte ich meinen eigenen Stil und wollte selber entscheiden, was ich jeden Morgen anziehe. Wenn mir die Sachen, die meine Mutter mir anziehen wollte nicht gefielen, gab es Theater. Dies war meiner Mutter zu anstrengend, so durfte ich also selbst entscheiden, was nun für mich gekauft wurde. In meiner Jugend habe ich dann vieles versucht um meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen: In der Grundschule habe ich selbstständig ein Theaterstück geschrieben und inszeniert. Ich habe gemalt und sogar mit Ton gearbeitet. Dann habe mich mich der Musik gewidmet. Ich habe diverse Instrumente gelernt: Flöte, Gitarre, Saxofon und sogar einmal bei „Jugend musiziert“ gewonnen. Aber irgendwie fehlte dann doch Elan und Herzblut. In der Oberstufe habe ich schließlich Theater gespielt. Das war meine Welt. Leider fehlte mir damals das Selbstbewusstsein um mich an einer Schauspielschule zu bewerben. Mit 18 entdeckte ich dann das Yokoto, die legendäre Schwulendisko hier in Köln. Dort gehörte ich mit meiner Clique quasi zum Inventar. Und genau in diesem Laden fand ich mit meinem eigensinnigen Kleidungsstil damals endgültig Gleichgesinnte. Parallel dazu hat sich dann auch der Wunsch manifestiert, Mode zu machen. Die Zeit im Yokoto hat mich stark geprägt und mich gelehrt ein sicheres Gefühl für Styling zu entwickeln.

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Welche Schwierigkeiten hattest du auf dem Weg zum Erfolg?
Letztendlich steht man sich immer selbst im Weg. Man muss wissen was man will, um beharrlich seinen Weg gehen zu können.

Beinhaltet deine Arbeit eine Botschaft oder hat jede Kollektion ein eigenes Konzept? Wenn ja, was soll deine aktuelle Kollektion mitteilen?
Meine Botschaft lautet: Fashion is Passion. Leistet euch lieber mal ein exklusives Teil, als ständig die billigen H&M Fummel. Ich mache Mode aus Leidenschaft. In meiner Arbeit steckt all mein Herzblut und das sieht man auch. Ludvík produziert alle Kollektionen im eigenen Atelier, das garantiert absolute Hochwertigkeit. Handmade Fashion ist am Puls der Zeit und bestätigt den prophezeiten Trend des Neighbourhood Designs, der die großen Industrieketten ins Abseits stellt und den exklusiven Charakter des Lokalen und Handgemachten wieder entdeckt.

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Fotos: © by Oliver R. Meyer

Jede Epoche wird durch eine bestimmte Stilrichtung charakterisiert. Wie würdest du den Stil unserer Zeit beschreiben? Die Kleidung, die wir heute tragen, die du entwirfst?
Ich denke den typischen Stil einer Epoche kann mit erst mit ein wenig Abstand, also im Nachhinein erkennen und ablesen. Seit den 90er Jahren gibt es in meinen Augen keine geradlinigen Stile mehr. Alles ist erlaubt und führt zu einem konsequenten Stilmix. Aus der Fusion verschiedener Stile entstehen neue Stilmittel, die sich schließlich zu eigenen Stilrichtungen ausbilden. Meine Mode trägt in erster Linie meine ausgeprägte Handschrift. Wenn ich entwerfe richte ich mich nicht nach den von der Industrie vorgegeben Trends. Ich liebe den Stil der Endsiebziger, der liegt mir im Blut, was natürlich auch heißt, dass ich mich der Attribute sehr oft bediene, die diese Stilrichtung ausmachen. Die 70er Jahre werden ja seit gut 20 Jahren stilistisch rezitiert.

Der gemeine Kölner kommt leicht auf den Gedanken, Köln habe kein Modebewusstsein. Stimmt das nun? Oder was würde dich dazu bewegen, unserer Stadt doch einen gewissen Flair für Mode zu zuschreiben?
Köln ist keine Modestadt; da hilft auch kein Schönreden. Auf der anderen Seite ist in Köln alles erlaubt und das macht es für die, leider sehr kleine Modeszene in Köln interessant. Allerdings ist die Kölnerin nicht sehr wagemutig, was das Ausprobieren neuer Looks anbelangt. An Karneval werden hier alle Konventionen über Bord geworfen; ich frage mich, warum die Kölnerin sich im Alltag nicht auch ein bisschen davon befreit und ein wenig mehr Mut zum Individualismus beweist. Traut euch Mädels, es kann nur besser werden!

logo_neuAtelier Ludvík
Palmstr. 43
50672 Köln
(google maps)
www.edaab.com/ludvik
www.ludvik-cologne.de

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Kategorien: 01 // FASHION

Label: extraweg.clothing

16/06/2009 · Kommentar schreiben

Text: Johannes Retschke

extraweg.clothing

Modelabels gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, doch nicht selten hat man das Gefühl, dass mit mehr Quantität als Qualität der Markt überschwemmt wird. Diesem Fakt wollten zwei junge Männer zumindest ein bisschen entgegensetzen.

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Als Oliver vor circa vier Jahren in der Schule saß und mehr Zeit damit verbrachte über Grafiken und Layouts nachzudenken, anstatt sich mit der nächsten Klausur zu beschäftigen, konnte er sich wohl kaum vorstellen, dass er einmal ein eigenes Modelabel betreiben würde. Nachdem er sich Tag für Tag mehr Kenntnisse über den Umgang mit der entsprechenden Software und den Arbeitsmaterialien aneignete, erste Grafiken publizierte und das Feedback seiner Freunde mit jeder von ihm erstellten Arbeit wuchs, entschied er sich Ende 2007 seine Vision, Menschen mit seinen Werken zu bekleiden, in die Tat umzusetzen. Natürlich stieß das Vorhaben des damals 20 Jahre jungen Lausitzer bei dem einen oder anderen auf weniger Begeisterung. „Er sollte doch was Richtiges machen…“ und „ …wie er sich das vor allem vorstelle“ sind nur einige Auszüge der Sätze, die er zu hören bekam.

extrawegboy2Doch allen Unkenrufen zum Trotz hielt er an seiner Idee fest. Kurz darauf, noch bevor die ersten Kleidungsstücke auf den Markt kamen, fand er in Johannes Retschke, mit dem ihn schon eine jahrelange Freundschaft verband, einen Menschen, der ihn unterstützen wollte. Schon vorab wurden die anfallenden Aufgaben klar zugeteilt, sodass noch heute alles reibungslos vonstatten geht. Während sich Oliver zu hundert Prozent um sein Steckenpferd, das Design der Textilien sowie die Gestaltung der Internetpräsenz kümmert, hat Johannes die Bereiche Marketing und Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Wer allerdings glaubt, dass die Arbeit damit getan wäre, hat sich geschnitten. Neben dem Versand der bestellten Ware, dem ständigen Prozess das Label bekannt zu machen, fallen viele kleine Aufgaben an, die fast täglich bewältigt werden müssen. Nachdem die beiden die Struktur des Unternehmens klar gegliedert hatten, ging Anfang 2008 die erste Auflage aus dem Hause „extraweg.clothing“ an den Start. Das klingt alles so wahnsinnig einfach, doch das Gegenteil ist der Fall. Bevor die ersten Päckchen mit den begehrten Shirts den Weg zum Verbraucher fanden, musste Oliver einige Behördengänge über sich ergehen lassen. Da Oliver in der Nähe von Dresden wohnt und es Johannes schon 2006 nach Bonn verschlagen hatte, wurden alle wichtigen Formalitäten am Hauptsitz in Sachsen abgewickelt. Heute ist die Entfernung von 600 Kilometern manchmal etwas hinderlich. Vor allem, wenn man verschiedene Projekte besprechen will. Doch mittels moderner Kommunikationsmöglichkeiten meistert man selbstverständlich auch diese Hürde.

extraweggirl1 Mitte 2008 wurde der Standort Bonn sogar zu einem großen Vorteil. Nachdem Johannes Kontakt zu Mars Saibert, einigen vielleicht aus der RTL- Soap „Unter uns“ bekannt, knüpfte und der Schauspieler den Jungunter-
nehmern anbot zwei ihrer Kollektionen in sein Sortiment im Düsseldorfer Laden „Neidfaktor“ aufzunehmen, war der Schritt in den „analogen“ Verkauf getan. Zuvor brachte man alles über einen Online-Shop unter die Leute, doch jetzt konnte man in der Landeshauptstadt NRWs auch live und in Farbe die Kleidung durchstöbern.

Heute ein Jahr, drei Kollektionen, eine große Geburtstagsparty und viele gemachte Erfahrungen später, kann man rückblickend sagen, dass es nicht immer einfach war und ist, gegen die großen Textilkonzerne anzukämpfen, aber das wollen die Macher auch gar nicht unbedingt. Vielmehr Freude haben sie daran, wenn sich ihre Kunden mit dem auseinander setzen, was sie da an ihren Körpern tragen. Schon mit dem Fakt, dass die einzelnen Stücke stets limitiert sind, erweckt man beim Käufer das Gefühl, etwas Besonderes anzuhaben.
Dieses Privileg wollen Oliver und Johannes auch weiterhin versuchen aufrecht zu halten. Wer jetzt Lust bekommen hat mehr über extraweg.clothing zu erfahren, der kann im Internet unter www.extraweg.de nicht nur einen Blick auf die Erzeugnisse werfen, sondern sie dort auch gleich bestellen.

Außerdem gibt es extra.weg auch auf myspace:
www.myspace.com/extrawegclothings

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Kategorien: 01 // FASHION

Philipp M. Hönig über seinen Film „Tauwetter“

16/06/2009 · 2 Kommentare

Banner_KoelnerTalentText: Nina Lorenz,  Foto: Lars Richrath/VAD

Feel free to film

Vom Festhalten an Träumen inmitten der reellen Filmindustrie

hoenig-INTERVIEWWie kommt ein Autodidakt dazu, einen kompletten Film zu drehen? „Ich wollte cutten und dazu brauch ich Material. Also brauche ich vorher eine Idee, ein Drehbuch um Material zu produzieren.“ Philip M. Hönig zäumte das Pferd von hinten auf und hielt sich wacker im Sattel. Nach über drei Jahren Produktion befindet sich „Tauwetter“ nun auf der Zielgeraden. Ohne Budget, ohne Subvention und ohne professionelle Hilfe. Wirtschaftkrise mal anders…

Der Film: Zwei Ganoven, die aussteigen wollen. Nichts Neues, aber anders. Besonders weil der Film wie Phoenix aus der Asche stieg. Eine Geschichte, über zwei die emotional erforen sind und nun auftauen. Ein Film über den ständigen Zwiespalt im Leben: Das will ich tun und das muss ich tun. Eines wird klar: Verbrecher zu sein lohnt sich, man muss nur sein Leben dafür geben und zwar bevor man stirbt. Ein Gangsterfilm, der aber keinerlei Klischees bedient. Ein leiser Film, der von seinen Bildern lebt. So wie Philip M. Hönig, der von sich selber sagt: „Meine Sprache geht über das Visuelle!“ Ironischerweise hat der 29-jährige nur einen ganz kleinen Teil seines Filmes selber geschnitten, zu groß war die Organisation des Filmprojektes an dem letztendlich über 100 Leute beteiligt waren: „Man unterschätzt die Logistik.“

Was aber bringt soviele Menschen dazu, unentgeltlich drei Jahre an einem Filmprojekt mitzuarbeiten, dessen Headline „Gangsterfilm“ nicht gerade nach einem neuen Genre schreit? „Das was den Film ausmacht, macht auch die Leute aus, die daran gearbeitet haben. Alle müssen am selben Strang ziehen. Einen Traum, den es zu realisieren gilt!“

Heißt das, andere Menschen haben keine Träume?
Die Protagonisten in dem Film handeln konträr zu den Menschen in der realen Welt. Umso älter wir werden, desto mehr funktionieren wir, umso weniger Träume wagen wir noch zu haben.Mit dem Alltag sterben wir. Die in dem Film machen es genau andersrum, aufeinmal haben sie Träume, die es zu erreichen gilt.“

Das hört sich aber so an, als ob jeder, der einen Film drehen möchte, das auch tun kann. Einfach so.
Ein berühmter Regisseur hat einmal gesagt: „Wenn Du einen Film drehen möchtest, dann tu es heute, tu es morgen. Aber tu es!“Ich finde genau das ist der Ansatz. In der Szene gibt es viele, die reden. Wenige die handeln, der Standardspruch lautet: Mir fehlen halt die nötigen Mittel dazu“.

Aber umsonst funktioniert es halt nicht, oder?
Natürlich nicht. Vieles lief einfach über Tauschgeschäfte: Ich schneide dir kurz einen Drei-Minuter für deine Homepage, dafür bekomm ich dein Licht, oder eine Straßensperre oder, oder, oder.

Und was hat die Kölner Musikhochschule als Gegenleistung bekommen? Schließlich haben sie über zwei Tage lang mit einem 70-köpfigen Orchester die Filmmusik eingespielt.
Gar nichts! Am Anfang des Films war ich noch skeptisch, wenn Leute mir „einfach so” etwas gegeben haben. Ich glaube, dass ist so eine deutsche Mentalität. So war das auch mit der Musikhochschule. Die hatten einfach Bock drauf, haben die Philosophie die dahinter steckt, verstanden.

Glaubst Du das das die neue Art des Filme machens ist? Wie sieht das Netzwerk in der deutschen Filmszene aus?
Ich glaube, so etwas wie „Tauwetter“ macht man nur einmal in seinem Leben. Die deutsche Filmförderung war mir zu anstrengend. Ich denke, die nehmen durch ihre ganze Bürokratie den Künstlern die kreative Freiheit. Das ist schade. Tja, und andere Filmschaffende… man kennt sich halt. Aber es fehlt tatsächlich ein Netzwerk, eine Plattform, weil alle irgendwie für sich alleine im dunklen Kämmerlein herumdenken und werkeln. Das ist schade.

Der Film: www.tauwetter-film.de
Die Musik zum Film: www.tauwetter.jenm.de

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Kategorien: 05 // MULTIMEDIA
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En Vogue³: Freitag & Mlle Tambour

16/06/2009 · 3 Kommentare

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Organisation: Stefanie Neumann, Thomas Rodehuth, Chris Geilhausen
Fotos : Stefanie Neumann ◊ www.stefanie-neumann.de
Assistenz : Fenke Schwan ◊ www.trespluscool.com, Thomas Rodehuth
Styling : Chris Geilhausen ◊ www.geilhausen-styling.de
Hair & Make up : Petra Beyer ◊ www.petrabeyer.com
Models : Nanouk Florian Baudrot, Stefan Meister (eq-models), Pia Gil Céspedes, Anna Droemont (eq-models)
Location : Zirkus Zak ◊ www.zak-koeln.com
Postproduktion : Ruth Spiller ◊ www.pixelchic.de
Text: Thomas Rodehuth ◊ www.itsnottoomuch.blogspot.com

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Freitag & Mlle Tambour

Nehmen wir zum einen eine LKW-Plane und zum anderen ein Atelier vollgepackt mit Knöpfen. Das Ganze stecken wir einfach in den Zirkus – passt nicht? Oh doch! In unserer Modestrecke präsentieren wir dieses mal zwei Labels, die unterschiedlicher nicht sein könnten und uns dennoch dazu veranlasst haben, eine wundersame Symbiose zu formen. Die Geschichte der FREITAG Taschen dürfte wohl fast Jedem bekannt sein; jede Tasche ist einzigartig recyclelt und aus echten LKW-Planen gefertigt. Die Produktion der Unikate findet seit Anbeginn der Firmenhistorie in Zürich statt und umfasst mittlerweile weitaus mehr als nur Kuriertaschen, denn auch Notebook-Taschen, Etuis, Clutchs und viele andere Beutel haben die Gebrüder FREITAG entwickelt.
envogue1Ganz anders bei Mademoiselle Tambour. Die Designerin Monika Tambour fing in Berlin damit an, ihre Entwürfe in die Realität umzusetzen und unter das Volk zu bringen. Sie startete 2001 direkt mit einer Damenkollektion. Seit Mai 2008 ist sie bei uns in Köln auf der Moltkestraße zu finden. Mlle Tambour zeichnet sich vor allem durch das elegant-sportliche, adrette und vor allem immer tragbare Design aus. Kleinigkeiten werden hier hervorgehoben – so werden z.B. ihre Vintageknöpfe aus der großen Sammlung oder auch farbige Abnäher zum Hingucker. Inspiration holt sich die freundliche Designerin auf Flohmärkten, in Vintage-Shops, im Gespräch mit Kunden sowie alten französischen Filmen. Kundenwünsche kommen hier nicht zu kurz, denn alle Schnitte der aktuellen Kollektion können individuell bis Größe 44 angefertigt werden. Neben der Damenlinie findet man hier auch frisch aufgestöberte Jungdesignerlabels aus der ganzen Republik: für Frauen und Männer, die auf der Suche nach kreativer Mode zwischen individuellem Chic und Streetstyle sind. Zusätzlich gibt es hübsche Kleinigkeiten zum Behalten und Verschenken – die „Petites Surprises“, wie Monika Tambour sie selbst nennt. Alle Oberteile an unseren männlichen Models sowie die Tops und Kleider bei den Mädels stammen aus der aktuellen Kollektion von Mlle Tambour. Auch die verschiedenen Modelle von FREITAG findet ihr im Kölner Store.

freitagstore

FREITAG
Friesenwall 24
50672 Köln
Telefon +49 (0)221 / 27 26 08 80
www.freitag.ch

mllelogo

mlletamb

MLLE TAMBOUR
Moltkestrasse 52
50674 Köln
Telefon +49 (0)221 / 26 00 61 70
www.mlle-tambour.de

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Fotos: © 2009, by Stefanie Neumann für GLEICH

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Kategorien: 01 // FASHION · EN VOGUE³

Klangkontrolle

16/06/2009 · Kommentar schreiben

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Reviews: Senta Best ◊ senta@gleich-magazin.de

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Division Of Laura Lee

„Violence Is Timeless”
Unter Schafen Records/Al!ve
VÖ: 22.05.09

In Zeiten, als Schweden noch als Nr. 1-Garant für anständigen Punkrock galt, war noch alles gut; stand auf der CD „Schweden“ drauf, war eben auch Schweden drin. Man musste CDs gar nicht anhören und wusste, was einen ganz grob erwartete. Seit geraumer Zeit ist das alles etwas anders. Mühsam quält man sich von Song zu Song, die rechte Hand ständig in Schubladen-Bereitschaft. Doch so ganz auf oder zu kriegt man die Lade nicht mehr. Da wird an diversen Fächern rumgeschraubt, auf denen seit geraumer Zeit ähnlich pfiffige Stilmixe wie Post-Punk, Indie-Sixties-Garage-Rock und ähnlicher sich teils widersprechender Buchstabenkladeradatsch entziffert werden muss. Und damit soll man dann bitteschön klarkommen? In Zeiten, da sowieso alles irgendwie kann und auch darf, nichts muss, allerdings immer mehr durcheinander gerät und Grenzen verschwimmen ist das auch durchaus angebracht!
Die vier Jungs aus Schweden nutzen diese absolute Orientierungslosigkeit bis ins Detail aus: Sie verkleiden sich als brave Schwiegersöhne mit Fönfrisur, klingen dann aber mal punkig oder auch nach Sixties-Garage-Rock. Um sich im übernächsten Song plötzlich 90er-Grunge, bzw. Nirvana und kurz auch mal Sonic Youth auf die Fahne zu schreiben. Geil! Zur Krönung sprengen Division of Laura Lee im Video zu „LAX” auch noch einen Kindergeburtstag; hm, waren das nicht die Schweden mit der Kinderfreundlichkeit, samt Ikea, Pippi Langstrumpf und Co.? Auf nix ist also mehr Verlass. Egal, Hauptsache es klingt gut. Ein paar gehörige Ecken und herausragende Kanten zum lieb haben hätten dem dritten Studioalbum sicherlich als allerletzten Kick ganz gut getan, die 12 Songs kleben aber auch so gehörig in meinem Ohr.

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Scanners-KK

Scanners

„Violence Is Golden”
Unter Schafen Records/Al!ve
VÖ: 30.04.09
www.myspace.com/scanners

Schon wieder diese Gewalt im Titel. Und das bei zwei von drei Plattenkritiken dieser überschaubaren Rubrik. Alles Zufall, ich schwör’s! Violence scheint sowohl zeitlos (was ich trotz meines jugendlichen Alters bestätigen kann) als auch golden – hier sind mir allerdings Sinn und Zustimmung verloren gegangen. Macht aber nix, denn wer mich mit einer so verdammt besonderen, liladunkel-rauchigen Stimme einlullt wie Sarah Daly von den Scanners, kann mir so gut wie alles verkaufen! Der Rest der Band fügt genau das fehlende Quäntchen ideenreichen – hm, nennen wir es der Einfachheit halber mal Gitarrenrock – hinzu. Dieser fällt zwar nicht allzu sehr aus dem Rahmen, aber viel mehr als Sarah muss es hier eigentlich auch gar nicht sein. Danke England, endlich mal wieder!!!

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tanzbaby-KKTanz Baby!

„Liebe”
Karate Joe
VÖ: 09.04.09
www.tanzbaby.com

Wie unverschämt und abgebrüht muss man sein, dass einem ein solch großartiger Bandname einfällt? Und wieso konnte dieser eigentlich nicht mir einfallen? Aber – Kopf hoch, dann hätte ja sowieso die zum Namen passende Band gefehlt. Wer allerdings hinter Tanz Baby! wummernde Beats vermutet, die auf Tanzflächen ihre werte Daseinsberechtigung feiert, hat sich ordentlich geschnitten. Hier haben wir es mit dem putzigen Songschreiber Mu und dem dandyesken Sänger David aus Berlin zu tun und schon der erste Titel „Ich bin traurig” ist Programm. Aber um wirklich traurige Musik zu machen, dafür gibt sich dieses Hauptstadt-Duo viel zu schrullig. Außerdem gibt es auch `ne ganze Menge schwungvollere Songs wie „Wo bist du”, die musikalisch eher Richtung Elektro-Punk gehen. Die liebestollen Texte werden passend umrahmt von nach Heimat klingendem Akkordeon und calexicoartigen Bläsertönen. In das Konzept der smarten Hauptstädter passt sowohl der schnieke 50er Jahre Anzug, der rüpelhafte Matrosen-Style, sowie ein sanft gerolltes „R“ an diversen Textstellen. Welches Konzept denn eigentlich? Ja, eben!

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Kategorien: 02 // MUSIK

Casiotone: „Vs. Children“

16/06/2009 · Kommentar schreiben

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Interview: Dennis Bigell ◊ dennisbigell@yahoo.de
Foto: Andrea Erismann ◊ andreaerismann@gmx.net

casiotone-INTERVIEW

Casiotone For The Painfully Alone

Im April stellte Owen Ashworth mit seiner Band Casiotone For The Painfully Alone das neue Album „Vs. Children“ im Kölner Subway live vor. Vor dem Auftritt stärkten sich die Jungs noch beim Thailänder und wir nahmen die Gelegenheit war, um Owen ein paar Fragen zu stellen.

Hi Owen, du hast eine lange Tour vor dir. Vermisst du deine Heimat?
Ich toure schon zum sechsten mal in Europa und zum fünften in Deutschland und bin lange unterwegs. Ich sehe daher leider selten meine Familie . Diesmal bin ich aber froh, dass mein kleiner Bruder Gordon mich unterstützt. Er ist das erste mal in Europa und es gefällt ihm gut. Morgen zeig ich ihm die Stadt und den Dom.

Euer Label Tomlab ist ja auch hier in Köln ansässig. Wieso sind sie hier so unbekannt?
Tomlab veröffentlicht vorwiegend Bands, die experimentelle elektronische Musik machen. Die meisten Platten werden in Japan und den USA verkauft. Tom unterstützt uns sehr und hilft uns heute zum Beispiel beim Merchandise. Er begleitet uns oft auf Tour!

Bist du gerne hier und merkst du kulturelle Unterschiede?
Ich bin sehr gerne in Köln und fühle mich auch sehr gut aufgehoben. Unterschiede sehe ich nicht direkt. Wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass mein Humor ein anderer ist und nicht immer verstanden wird. Aber das ist ja auch nicht weiter schlimm.

Du hast ja als  Filmstudent angefangen und bist dann später zur Musik gekommen. Wieso dieser Wechsel zwischen den zwei Medien?
Für mich fühlt es sich gleich an. Ich konnte nur nicht die Filme machen, die ich gerne machen wollte und fand es einfacher meine Ideen in Musik umzusetzen. Ich sehe meine Lieder wie kleine Filme.

Das letzte Lied auf deinem Album heißt „White Jetta“. Was steckt dahinter?
Viele Menschen bauen einen persönlichen Bezug zu ihren Autos auf und geben ihnen Namen. Mein erstes Auto war ein  schwarzer Jetta. Da es aber schon ein Lied namens „Black Jetta“ gibt, wurde er in meinem Track eben weiss.

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Bandinfo

casiotone-ALBUMCasiotone for the painfully alone ist das Indietronic Projekt vom Chicagoer Musiker und Ex-Filmstudent Owen Ashworth. Nahm er seinen ersten Track noch mit einem Anrufbeantworter sowie einem alten Casiokeyboard auf, so hat er mittlerweile Gastmusiker mit akustischen Instrumenten an Board und hat gerade das fünte Album „Vs. Children“ rausgebracht.
Sein Konzept: minimalistische Beats, eingängige Synthiemelodien und lyrische Texte, meist gesprochen jedoch auch mal gesungen. In den Texten steckt nun auch das Wunderbare an Owen Ashworth. Er erzählt in ihnen Geschichten voller glaubwürdiger Charaktere. Seine Musikstücke sind grandiose und berührende Kurzgeschichten über gescheiterte Musiker, den Alltagsschmerz und dem Kampf um die nächste Miete.

Der Track „Tom Justice, the Choir Boy Robber“ ist inspiriert von der Verhaftung eines ehemaligen Arbeitskollegen Ashworths, der 26 Banken in den USA ausraubte und erzählt die Geschichte eines Kriminellen, der den Spitznamen „Chorknabe trägt, weil er beim Ausräumen der Safes den Kopf stets demütig gesenkt hielt; freilich will er dadurch nur vermeiden, sein Gesicht in die Überwachungskameras zu halten. In der letzten Strophe kommen sodann Schuld und Sühne im simpel gestrickten Lo-Fi-Gewand zusammen: „And Tom I heard you were smiling, when the feds rushed in. Was it a kind of relief, zo pay for your sin?

Die Reue zieht sich motivisch durch das gesamte fünfte Studioalbum von CFTPA, der sich mit „Vs. Children“ nahezu durchgängig dem Themenkomples der Schwangerschaft, des Erwachsenwerdens, der vertanen Chancen und des Elterndaseins widmet: „Wie wäre es gewesen, wenn wir den Sohn bekommen hätten, der heute 15 Jahre alt wäre?“, fragt das lyrische Ich in „Natural Light, während es in „Killers die Freundin darum bittet, die Abtreibungs-Pille zu nehmen, da man ohnehin kaum füreinander sorgen könne. Abschließend werden die berühmten Zeilen David Bowies so traurig wie nie zuvor variieret: „We could be killers – just for one night.

Owen Ashworth: vocals, organ, drum machine & electronics
Gordon Ashworth: piano & lap steel guitar
Nick Tamburro: resonator bells & drums
Tyson Thurston: baritone guitar & piano
www.cftpa.org

Foto: © 2009, by Andrea Erismann

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Kategorien: 02 // MUSIK

wergehthin.de empfiehlt

13/06/2009 · Kommentar schreiben

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Von Annika Leister und Nina Ranft, Redaktion wergehthin.de

„Die Kunst ist alt und hat eine lange Geschichte.” (Konrad Fiedler) – Wir sind jung und haben keine Zeit für lange Geschichten. Wir wollen unterhalten werden, aber bitte mit Gehalt. Wir wollen alles immer als erste entdecken und uns trotzdem sicher sein, dass die Qualität stimmt.

Köln bietet über 30 Museen, 70 Theater und hunderte Galerien. Aber, wo lohnt es sich wirklich hinzugehen und was sind die wirklichen Geheimtipps der Szene? Die Redaktion des Online-Eventkalenders wergehthin.de recherchiert für die Bereiche Kunst & Kultur, Nachtleben und Konzerte täglich die aktuellsten Infos und stellt regelmäßig Empfehlungen für die User zusammen. Auf dem GLEICH Blog zeigt wergehthin.de ab jetzt regelmäßig interessante und unbekannte Kunst- und Kulturspots, die Qualität, Gehalt und Unterhaltung bieten.

Kinofreunden zeigt das Cinenova Arthouse-Center eine interessante Alternative zu den üblichen Filmpalästen. Mitten in  Ehrenfeld gelegen, rangieren die gezeigten Filme irgendwo zwischen alten Hollywood-Streifen und dem neuesten Indie-Hit. Nach der Vorführung kann man sich mit Wein aus biologischem Anbau im Restaurant oder einem Weizen im Biergarten niederlassen. Dort werden ab Juli auch abends unter offenem Himmel wieder Kassenschlager und große Filme aus vergangenen Zeiten gezeigt.

Im Belgischen Viertel finden sich an jeder Ecke kleine Galerien mit kostenlosen (!) Ausstellungen fesselnder, moderner Kunst. Eine davon ist die Galerie 100 Kubik: In zwei Räumen werden ausschließlich Werke viel- versprechender Künstler aus der Reihe „Junge Talente aus Spanien“ gezeigt. Die Galerie bietet bei jeder Ausstellung außerdem einige Stücke besonders günstig an, um auch jungen Kunstfreunden die Chance zum Sammeln zu geben.

Trocken, verstaubt, langweilig? Dass das Kolumba das Museum des Erzbistums Köln ist, lässt es nicht sonderlich spannend wirken. ABER: Von der Antiquiertheit der Kirche ist hier nichts zu spüren. Mutig wendet man sich gegen die althergebrachte Ausstellungsweise. Im Rahmen der Ausstellung „Der Mensch verlässt die Erde“ hängen im Kolumba hochwertige Skulpturen, Installationen und Fotografien aus verschiedenen Epochen direkt nebeneinander. Der Eintritt (5 Euro, erm. 3 Euro) lohnt sich vor allem wegen den beeindruckenden Eigenheiten der ehemaligen spätgotischen Kirche: Im Erdgeschoß kann man über ein großes Ausgrabungsfeld laufen oder die Architektur des lichtdurchlässigen Mauerwerks bestaunen.


Alle Öffnungszeiten, Eintrittpreise und weitere Infos gibt’s auf:  www.wergehthin.de


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Kategorien: 03 // KUNST & DESIGN